Die Geschichte
Die Entstehung eines Tennisclubs
Die ersten Gehversuche der Tennissektion entstanden unter dem Namen
"TC Blauweiss Zürich" in den Jahren 1930/31. Gespielt wurde auf verschiedenen Plätzen der Stadt. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges zerstreuten sich die Mitglieder wieder und es dauerte bis 1943, ehe einige tennisbegeisterte Damen und Herren des Sportclubs Hakoah sich zusammentaten und die Tennissektion gründeten. Nicht nur Kriegszeit und Zeitgeist verwehrten jüdischen Tennisspielern den Zugang zu den meisten zürcherischen Tennisclubs, sondern auch das verbreitete antisemitische Denken und Handeln.
Mit Pickel und Schaufel wurde die unter einer Schicht von Unkraut liegenden Courts auf der Waldegg (zwischen Zürich und Birmensdorf) freigelegt und die Spielanlage mit zwei Plätzen instand gestellt. Im gleichen Jahr erfolgte der Beitritt in den Schweizerischen Tennisverband.
Einer Breitenentwicklung und Nachwuchsförderung war infolge der abgelegenen Plätzen Grenzen gesetzt.
Dem Verständnis des Turn- und Sportamtes der Stadt Zürich, unter der Leitung von Dr. W. Wechsler, ist es zu verdanken, dass 1954 auf dem Bachtobelgebiet eine grosse Tennisanlage entstand.
Unser Club hatte die Möglichkeit drei Plätze zu mieten. Die ganze Anlage umfasste neun Spielfelder. Diese waren für den freien Spielbetrieb (3 Plätze) oder den Clubs Bachtobel (2 Plätze), resp. Uto (1 Platz) aufgeteilt.
Die Stadt erstellte auch ein schönes Clubhaus, doch um ein eigenes Clubleben zu fördern, erbauten unsere Club-Pioniere ein ganz einfaches - aber eigenes - Häuschen.
1955 wurde das Clubhaus eingeweiht. Damit hatten wir, mitten in der Stadt, eine eigene Freizeitanlage. Auf dem Sonnenbalkon konnte man die Segelschiffe auf dem Zürichsee beobachten. Erst in den 60er Jahren entstanden die vielen Wohnbauten rund um unsere Anlage.
Das Clubhaus hat sich bestens bewährt und konnte, dank vielen Spenden der Clubmitglieder, 1998 erneuert werden. Vor allem die Duschen und Toiletten waren dem gross gewordenen Clubleben nicht mehr gewachsen.
Mittlerweile hatten der Tennisclub Bachtobel die Anlage verlassen (ca. 1978) und eine grosse eigene Anlage erstellt. Ebenso wurden die städtischen Mietplätze verlegt (Anlage Frauental), sodass wir zu fünf Spielplätzen kamen. Schliesslich wurde durch den Erweiterungsbau des Bachtobel-Schulhauses dem TC UTO die Möglichkeit genommen ein Club mit Freizeitraum und Tennis zu bleiben. Er hat sich dann im Jahr 2000 entschlossen seinen Spielbetrieb ebenfalls auf die Anlage Frauental zu verlegen.
Plötzlich waren wir im Besitz von sechs Spielplätzen, was für uns aber finanziell untragbar war. Aus drei Tennisplätzen wurden Freizeit- und Spielplätze für die Schule. Durch die Schulhauserweiterung wurde unser Lagerraum und die Tenniswand abgerissen, sodass wir den sechsten Platz zurückgaben. Auf diesem Tennisplatz wurde im Jahr 2003 nun ein Lagerraum und eine neue Tenniswand erstellt, womit wir nun wieder bei unseren fünf Plätzen sind